NACHTRAG: Einkaufen in PANAMA-City

Roy, der Kanallotse gibt uns gute Einkaufstipps auf unserem Kanal-Tön an Bord der VOYAGER.

Also denn, am 18. April 2013 auf zu RIBA SMITH. Großer Supermarkt, gut sortiert…und: Wir finden das heiß erhoffte Sprudelwasser. Hmmm, in 2 Liter-Flaschen und nur vier davon im Regal.

Das reicht wohl nicht!

Wir fragen uns durch bis wir eine Marktmanagerin treffen, die ein wenig Englisch spricht.

Sie lächelt, als wir nach 50 Flaschen (100 Liter!) fragen und schickt jemanden ins Lager. Über Funk die Botschaft: Ja, die gewünschte Menge ist da! Wir sollen weiter einkaufen…das Wasser kommt dann in die Kassenzone.

Also zur Fleischtheke. Die sieht sehr, sehr ordentlich aus und die Schlachter arbeiten für die Kunden sichtbar direkt hinter der Theke. Hier sieht es schlecht aus mit Englisch. Aber Heidi ist vom Fach und ein Mitarbeiter notiert sich ihre mit Händen und Füßen vorgetragenen Wünsche. Der Mann hinter der Theke versteht auch, das wir alles einzeln Vakuum-Verpackt gleich mitnehmen wollen. Auch er meint, wir sollen weiter einkaufen gehen und in 20 Minuten wieder kommen.

Das mit dem Fleisch an Bord ist so eine Sache. Verzichten möchte ich eigentlich darauf nicht, aber unser Tiefkühlschrank an Bord des STORMVOGELS braucht echt viel Strom. Ich vermute, das der Stromverbrauch besonders hoch ist, weil sich beide Kühlschränke eine Kühlmittelpumpe und einen Kühlmitteltank teilen. Beide haben zwar ihren eigenen Kompressor, aber einen Wärmetauscher. Wenn der Kühlschrank anspringt und die 60 Liter Kühlmittel aufheizt, die im Außentank gegen das Seewasser gekühlt werden sollen, funktioniert das wohl bei der Seewassertemperatur gerade so. Aber wenn dann parallel oder kurz danach der Gefrierschrank dazu kommt, laufen beide Aggregate offenbar länger, als eigentlich nötig…glaube ich.

Nun denn: Ich werde schwach, breche meine Regel (KEIN GEFRIERSCHRANK MEHR) und Heidi kauft ein.

Derweil taucht in der Kassenzone unser Wasser auf – ein Einkaufswagen voll. Das hat ja schon mal gut geklappt, das Fleisch ist dann auch bald soweit. Diesmal keine Probleme an der Kasse und zwei sehr junge Packer (…haben die denn keine Schule?) helfen uns mit zwei Einkaufswagen auf die Straße. Es kommen viele Taxis vorbei…

…aber alle voll…

..nach 20 Minuten hält ein Mini-Taxi und wir haben alle Mühe, unser Zeug in das wirklich sehr kleine Auto zu bekommen. Wir sind noch gut dran, MAUNIE braucht einen Tag später eine Stunde in sengender Hitze um ein Taxi zu bekommen.

Der Transport via Dingi zum STORMVOGEL ist anstrengend, aber Routine.

Nach einer kurzen Mittagspause zum entspannen in die riesige ALBROKE Shopping-Mall. Nach amerikanischen Vorbild erbaut kann man hier klimatisiert Wochen verbringen, ohne die Außenwelt bemühen zu müssen. Ich strolche durch die Elektronikläden – winzig und nicht inspirierend – kein Vergleich zu meinen so geliebten Media- und Saturnmärkten. In einem Baumarkt finden wir ISO-Matten die wir uns fürs Cockpit zurecht schneiden wollen, in einem Outdoor-Geschäft Headlights für das Lesen auf Nachtwache und die Arbeit am Mast in Dunkelheit.

Die Teile sind echt super und dafür teuer…Tags drauf ist eines bereits kaputt!

Heidi bietet sich freiwillig zum Umtausch an…da kann sie wohl auch für sich in Ruhe noch mal sehen, was es so gibt…

…heraus kommen dabei echt scharfe Hot-Pans, nur an Bord zu tragen 😉

Aber zurück zum Headlight. Überraschung: Die Verkäuferin entdeckt den Fehler auf Anhieb: Wir haben ja gar keine Batterien eingelegt 😉

(BTW: Wie doof darf man hinter dem Tresen denn sein?)
Tags darauf zum Gemüsemarkt. Die Fahrt dauert viel länger als 10 Minuten, aber nicht, weil der Taxifahrer uns verkaspert, sondern weil eine Großbaustelle für Stau sorgt.
Die Kulisse auf dem Gemüsemarkt ist umwerfend – und ich ärgere mich wahnsinnig, das ich die Kamera nicht dabei habe. Sonst immer, aber heute verpennt. Mist!!!
Es riecht nach einer Mischung aus frischem Gemüse und Kräutern…und organischem Müll! Es hat geregnet und der Boden ist matschig. Aber auf dem Tischen ist alles sauber und akkurat!

Auch hier: Heidi in ihrem Element. Freihändig kauft sie ohne ein Wort spanisch ein und die ersten Einkaufstüten hängen schwer an den Armen.

Mir wird schnell klar, so wird das nix!

Ich lasse Heidi mit den Taschen alleine und suche auf dem Großmarktgelände ein Taxi. Ich werde fündig, buche ihn für eine Stunde und die Rückfahrt und kehre mit dem Fahrer zu Heidi zurück. Wir verfrachten unsere ersten Tüten in das Auto und der Fahrer begleitet uns…nun geht der Einkauf noch besser von statten! Er spricht immerhin ein paar Brocken Englisch und kennt die Zahlen.

Wir kaufen…

…und kaufen…

…und kaufen.

Salat bekommt Heidi nicht. Der ganze Bestand ist bereits verkauft, nur noch nicht abgeholt.

Zum Schluss noch einen 25kg Sack Orangen für 8 Dollar. Dann zurück zum Dingi-Dock und den ganzen Einkauf wieder per Dingi zum STORMVOGEL verschifft.
An Bord stellen wir enttäuscht fest, das wir irgendwo auf dem Transportweg unsere drei Ananas verloren haben. Materiell kein großer Verlust (Mittlere Größe das Stück zu einem Dollar), aber doof.

Lastwagen voller Bananen (…was für ein Bild!), tausende von Ananas auf der Ladefläche von Pickups, Melonen, Kartoffeln, Zwiebeln, Orangen im Überfluss.

So ein Mist, das ich die Kamera vergessen habe…

…aber man kann ja auch ein paar Bilder im Herzen tragen!

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