Nachtrag: BONAIRE 21/03/2013

Schon ein wenig her, aber nicht vergessen: Der Ortsbericht von BONAIRE!

Die Insel gehört zu der ABC Inselgruppe (Aruba, Bonaire und Curacaú) und ist extrem niederländisch geprägt. Der schwedische Mechaniker Lelle, der hier seit 20 Jahren lebt und arbeitet, fragt mich, ob ich wisse, warum es auf BONAIRE alle möglichen
Dinge zu kaufen gibt – nö, kein Verdacht…

…NACHRFRAGE erzeugt ANGEBOT (nicht umgekehrt!).

Dadurch, das hier viele Europäer ein (Ferien-)Haus haben und viel Zeit verbringen, kommt viel Geld auf die Insel. Die Kaufkraft der Touristen sorgt dann dafür, das es ein entsprechendes Angebot gibt.

Stimmt:

1) Wir stehen in einem Supermarkt und denken, wir sind in den Niederlanden. Na ja, vielleicht ein weing teurer, aber das Angebot ist super!

2) Das richtige Ersatzteil für den Generator bekommen wir zwar nicht – aber in den 9 (NEUN!) Elektro-Installations-Fachgeschäften finden wir immerhin drei sehr ähnliche Teile, die wir auch alle kaufen 😉

Melle hilft uns an einem Tag beim Austauschen von Glühbirnen im Mast und bei der Konstruktion eines Mega-Ventilators um die warme (…eher heiße) Luft aus dem Generator-Raum los zu werden. Klappt gut!

Am Donnerstag, den 21. März 2013 machen wir eine Tagestour über die Insel – ohne Guide, aber mit selbst gemieteten Pick Up.
Heidi reserviert das Auto einen Tag vorher und ich frage mich noch, wieso es so billig war…am kommenden Tag sitzen wir in der „Kiste“ und jeder Dollar mehr wäre eine Frechheit gewesen:

Zunächst in den Süden der Insel. Der wird absolut von der gigantischen Salzproduktion dominiert. Dazu lässt man das Seewasser einfach auf riesiege Freiflächen laufen und von der Sonne das Wasser verdampfen. Am Ende schieben dann Bulldozer das Salz zu riesigen Bergen zusammen. Per Förderband geht es dann in ebenso große Bulk-Carrierer. Mahlzeit!

Es gibt kaum richtige Strände auf BONAIRE – aber eine Bucht gibt es…und da treiben sich dann alle Surfer, Strandläufer und Sonnenanbeter herum. Wir auch, aber nur kurz: Wir schreiben den Einkaufszettel für den Abend bei einem Drink…

Weiter in den Norden der Insel. Bei jedem Schlagloch haben wir Sorge, das der PickUp auseinander bricht – jedenfalls scheint die Lenkung kurz vor dem Exitus zu stehen. So fahren wir also auf Schotterpisten, umgeben von riesigen Kakteen vor uns hin und
bereuen es bitterlich, beim letzten Laden kein Wasser gekauft zu haben…elende Wüste!

In den Nationalpark dürfen wir mit dem Mietwagen nicht – Verbot der Mietwagenfirma. Den Grund kennen wir nicht, aber vermutlich gibt es da noch viel größere Schlaglöcher 😉

Auf dem Rückweg kurzer Halt an einem großen Brakwasser-See, hier endlich eine tolle Landschaft. Das Schild 19% Steigung sehe ich noch, schalte runter, gebe Gas und unser toller 4-Rad-Antrieb-Pick-Up bockt wie ein wildes Tier und will den Berg nicht
hinauf. Erste Panik-Erscheinungen bei der Beifahrerin, ich werde nervös, als ich die Handbremse nicht wieder los bekomme…

…“versuch´s mal mit Ruhe und Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit…“ (Balu, der Bär im Dschungelbuch)

Wir lassen uns langsam rückwärts den Berg hinunter rollen und nehmen einen neuen Anlauf. Scheitert auch. Also andere Straße nehmen. Aber erst mal die Beine vertreten und die Aussicht genießen…immer noch durstig!

Am Abend dann die große 300 US-Dollar Einkaufstour durch den Supermarkt, ein schönes Abendessen mit Graham und Dianne in einem 5-Sterne Ressort bei der Marina. Der Manager begrüßt uns persönlich mit Handschlag und weist darauf hin, das
wir (ich!) das Dingi in der Badebucht fest gemacht habe…macht nix, ist dunkel, da badet keiner mehr…

…dann auf den langen Schlag nach SAN BLAS.

Graham an Bord der MAUNIE sind dabei sehr gute Bilder vom durch die Welle kämpfenden STORMVOGEL geglückt, die ich hier gerne noch mal zeige! Orignal im MAUNIE Blog!

Es sieht dramatischer aus, als es ist…

….aber schaukeln tuts schon, wenn die Welle so von hinten unter dem Boot indurch rollt, gell 😉

(BILDER MAUNIE)

Soweit also der Nachtrag zu BONAIRE.

Wir liegen seit gestern (04/04/2013) in der SHELTER BAY MARINA, 2 Seemeilen vor den Pforten des PANAMA Kanals und haben endlich wieder preiswertes, gutes Internet.

Hurra, Hurra, Hurra.

Einen kleinen Reisebericht mit ein paar tollen Bilder von SAN BLAS sowie ein Ausblick auf die weitere Planung wird folgen…

Peter.

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