Grenada – Bonaire Tag 3

Die letzte Nacht war recht holprig, aber immer noch sehr schnell.

METABO gibt uns dankenswerter Weise wieder Wetterberichte und zum Start der Etappe hat er in einem Törnführer folgenden Satz gefunden:

„Holprige Passage, Wind kann tagelang Sturmstärke annehmen.“

Sturm haben wir sicherlich NICHT, aber holprig ist’s schon, gell!

Tagsüber habe ich die mechanische Selbststeueranlage in den Urlaub geschickt – die konnte platt vor dem Wind den Kurs nicht halten. Mit jeder großen Welle wurden wir um 40-50° versetzt, dazu passte dann die Segelstellung nicht und wir kamen nicht zurück auf Kurs. Also nun per Elektro-Hydraulik – läuft gut!

Gerade haben wir 10 Liter Frischwasser mit dem Watermaker gemacht. Wir brauchen eigentlich kein Wasser, aber man soll so ein Teil jede Woche einmal laufen lassen, sonst gehen die Membranen kaputt.

Nach wie vor für mich unfassbar: Wie schnell die MAUNIE ist! Das Boot ist vom Type VANCOUVER 38 – also glatte 10 Fuß kürzer (…muss ich echt mal nachmessen! :-)). Dennoch haben wir unsere liebe Müh´ am Ball zu bleiben.

Beide Boote segeln Schmetterling – Genua (bei der MAUNIE) bzw. YANKEE (bei uns) an Steuerbord ausgebaumt und volles Großsegel an Backbord – natürlich mit Bullenstander gesichert! Und letzte Nacht hatten wir auch ein Reff drin! 😉

Vor Sonnenuntergang wollen wir gleich den Kurs nach SW ändern – Ansteuerung Südspitze BONAIRE. Somit können wir das Segelmanöver noch bei Tageslicht machen – ist bei der Schaukelei besser so: YANKEE einrollen, Baum abbauen und sichern, Bullenstander abbauen, Segel Mitschiffs und dann rum…Yankee und vermutlich Fock wieder raus und das Groß bestimmt im 2. Reff weiter fahren.

Irgendwann in der Nacht werden wir dann ankommen – passt uns beiden nicht – Licht wäre besser. Aber wir wollen auch nicht künstlich langsamer werden. Also hinfahren und gaaaannnnnzzzzz in Ruuuuhhhhheeee nach einem Mooringplatz suchen. Handscheinwerfer bewaffnet!

Ob es geklappt hat oder nicht, sagt uns dann das Licht 😉

Peter.

3 Gedanken zu „Grenada – Bonaire Tag 3“

  1. Wohlan, fahrendes Volk, auf zu neuen Ufern und zu Berichten, die so lesenswert sind wie der heutige!
    Wenngleich wahrscheinlich 80 Prozent der geneigten Leser keine Ahnung haben, wie die Segel im einzelnen heißen, und wozu die dann noch gut sind…
    Also, Heidi, oder wahrscheinlicher: Peter!
    Lasst uns Unwissende nicht dumm sterben!
    Wie ich vom Nachbarn (Käpt’n auf hoher See im Ruhestand) hörte, sollt Ihr euch ein großes Gesäuge zulegen, weil man Euch RICHTIG melken wird- denn laut hörensagen ist die Querung des Panamakanals man bannig duer!
    Und an mein Schwesterchen: Sei nicht so SCHREIBFAUL! 😉

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