Zur Lage XI

Auf der Rückreise von Dominica erreicht uns die Nachricht von Egbert, dem Mechaniker auf St. Lucia, das er einen Wassermacher für uns bestellt habe und dieser auf dem Weg sei…wir dachten, die Idee sei im Sande verlaufen.

Nun denn, Hauptsache der Einbau ist vor dem Eintreffen unserer Freunde aus Deutschland abgeschlossen. Egbert meint, er will sein Bestes geben!

Na ja, die Maschine kommt zwei Tage später als gedacht, der Einbau ist (wie wirklich alles auf dem STORMVOGEL) schwieriger als gedacht und wir leben dann doch zwei Tage im Chaos von Baustelle, herum liegender Ausrüstung und vier Personen an Bord.

Aber irgendwie fühlt es sich nicht soooo schlimm an, wie es sein könnte.

Da macht es auch nichts, das wir Samstags nochmal aus dem Wasser gehen um für den Wassermacher doch noch zwei neue Borddurchlässe zu bohren weil das Anzapfen der vorhandenen Leitungen nicht möglich ist. Unsere Gäste fahren derweil mit dem
Bus nach Castries in wichtiger Mission: Sie sollen Bob Marley CD´s beschaffen – diesen wichtigen Ausrüstungsgegenstand haben wir noch nicht an Bord und die Musik erscheint uns hier mehr als angemessen!

Jetzt haben wir also einen Wassermacher UND eine BestOf Bob Marley CD.

Ersterer kann aus SAUBEREN SEEWASSER (also nicht die Brühe in den Häfen und Buchten) TRINKWASSER machen. Natürlich das King-Size Modell, 60 Liter die Stunde und wahlweise Betrieb auf 220 oder 12 Volt.

Die Anlage besteht aus vier Komponenten. Zunächst die Membranen für die Umkehrosmose (die beiden schwarzen Röhren…):

Der Seewasserfilter (Bildmitte) soll den groben Dreck aus dem Seewasser heraus halten:

Dann das Steuerelement (rechts im Bild) und natürlich die Hochdruckpumpe mit den beiden Elektromotoren für den 12 Volt bzw. 220 Volt Betrieb (unten im Bild):

Nach Testlauf in der Rodney Bay ist alles OK und wir können uns auf unseren Weg nach Süden machen.

Während der Einbauzeit habe ich einen Tagestank für den Generator gebaut. Das der Generator immer noch Luft im Diesel zieht  nervte wirklich. Mein selbstentwickelter Tank fällt natürlich beim ersten Test durch – die Anschlüsse lecken. Dafür findet Egbert in
seinem Fundus noch einen alten Hydrauliktank mit zwei Anschlüssen und Entlüftung. Also baue ich den ein und seit dem läuft der Generator durch…

…muss er auch, sonst haben wir ja keine 220 Volt für den Watermaker 😉

(all things are connected…)

Ich sinnire derweil über den Song „No Women, No Cry“…was will der Künstler damit sagen?

Etwa…

…keine Frauen, kein Ärger?

Peter.

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