Zur Lage X

(oder: Wir fahren (fast) wieder…!)

Wir haben soeben erfolgreich unsere erste Probefahrt mit dem neuen Getriebe absolviert. Lief alles einwandfrei – auch das reparierte Drucklager scheint sauber zu laufen. Da wir in der Zwischenzeit ein Original-Ersatzteil aus den Niederlanden erhalten haben wird das Teil wohl nie wieder kaputt gehen 😉

Ferner wurde bei der Hauptmaschine ein kleines Dieselleck in der (in Vigo neu verlegten) Treibstoffleitung gefunden und gefixt. Das war wohl die Ursache, warum die Maschine immer schlechter ansprang.

Also unter Maschine nun alles klar!

Auf dem Mast haben wir einen neuen Verklicker und die Toplichter funktionieren wieder.

Unser Großsegel ist auch wieder montiert. Alle Löcher in den Segellatten-Taschen sind gestopft. Aus den alten langen (kaputten) Segellatten haben wir die kurzen für die oberen Taschen neu geschnitten – nun fehlen uns für unten noch zwei lange Segellatten…und die sind verflixt noch mal nicht zu bekommen. Letzte Hoffnung ist Martinique…da wollen wir hin, sobald wir hier fertig sind.

Nach einigen Anpassungsarbeiten ist die Glasfaserhaube auf unserem Steuerstand auch wieder montiert – nun fehlt noch die Montage der Elektronik. Dazu mussten wir erst mal ein neues Autopilot-Steuergerät bestellen und Heidi Not-beatmen nach dem sie den Preis erfahren hat. Ferner brauchen wir einen Spezialstecker für das UKW Gerät. Der Autopilot kam heute (mal sehen, wann der montiert wird) und Heidi hat 2 Stunden gebraucht, das durch den Zoll zu bekommen…

…das ist echt komisch, weil wir Pakete, die direkt zu uns gesendet werden einfach so bekommen. Wenn sie denn endlich hier ankommen…

…wie denn auch der Umschlag mit den Dichtungen für unser Schwenkkiel heute angekommen ist. Die Werft hat die mit normaler Post geschickt und schwups, nach 3 Wochen waren die auch hier 😉

Nun gehen wir also am Wochenende wieder aus dem Wasser um diese Dichtungen einzubauen. Das wird echt spannend. Zum einen müssen wir unseren Dampfer recht hoch aufbocken, damit wir den Schwenkkiel ausfahren können. Zum anderen müssen wir „irgendwelche Maßnahmen“ ergreifen um diese Leckage in Zukunft zu verhindern. Segelfreund Wolfgang empfiehlt den Einbau eines Schmiernippels – das wollen wir auch versuchen. Ferner müssen wir im Kielkasten sehen, ob wir dort „Stossdämpfer“ oder ähnliches gegen die Seitwärtsbewegung montieren können.

Ferner hat Egbert noch einige Stunden auf die „Luft im Diesel“ Problematik des Generators verwendet – und am Ende die alte Originalpumpe wieder eingebaut. Er geht davon aus, das nun alles wieder OK ist, ich denke, diese Endlosbaustelle wird uns noch weiter verfolgen. Ich vermute zu 95% das wir in Panama doch einen einfachen Tagestank einführen werden.

Somit nähern wir uns so langsam aber sicher dem Ende unserer Aufräumarbeiten.

Wird auch langsam Zeit!

Peter.

P.S.:

Mit Chance werden wir uns noch einen Watermaker gönnen – der macht aus Seewasser Trinkwasser. Nachteil: Er braucht Strom. Vorteil: Wir werden unabhängiger. Das könnte unseren Aufenthalt hier noch ein paar Tage verlängern…

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