Tag 13: Regen, Wind und STORMVOGELs way of fishing

Im Moment regnet es zwar nicht, aber die vergangene Nacht und der Morgen waren die reinste Süßwasser-Orgie. Der Skipper hat die Mannschaft von Deck verbannt und im Regen ausgiebig im Cockpit geduscht. Kaum eingeseift, bleibt der Regen weg…Mist 😉

Seit heute früh segeln wir auch wieder. Zuvor haben wir fast 30 Stunden unter Maschine zurück gelegt. Wir sind alle froh das der Wind wieder da ist. So ein Segelboot liegt einfach besser unter segeln als unter Motor – und es ist natürlich viel leiser!

Während andere Crews stolz von ihren Angelerfolgen berichten haben wir an Bord des STORMVOGELs einen eigenen „way of fishing“ erfunden.

Auslöser für die Erfindung war der Umstand, das wir ja unseren Schleppgenerator hinter uns her ziehen – an einer 30 Meter Leine. Wenn wir da jetzt noch schnöde eine Angelleine hinter uns her ziehen würden dann

1) wüsste der arme Fisch ja gar nicht, wo er anbeißen sollte (Propeller oder Köder)

2) würde der Angelköder vermutlich sehr schnell auf den Gedanken kommen, den Propeller vom Schleppgenerator zu fangen.

Also so einfach ist das wohl nicht!

Wir haben uns also eine Methode zum Angeln ohne Leine überlegt. Dazu bringen wir unseren Dampfer möglichst oft quer zu den heran rauschenden Wellen. Das geschieht einfach durch Steuerfehler oder anluven weil wir zu viel Segel gesetzt haben. Nun denn, wenn denn so eine Welle heran kommt halten wir Ausschau nach darin befindlichen fliegenden Fischen. Sobald einer auftaucht bringen wir unseren Dampfer schnell durch ein geschicktes Rudermanöver auf die andere Seite und so „schaufeln“ wir also den Fisch an Bord.

Danach braucht Heidi nur noch ihre Runde über Deck zu machen und den ganzen Fisch einzusammeln.

Sehr komfortabel, nicht wahr?

Insbesondere seit dem wir dieses Manöver auch im Schlaf beherrschen haben wir nun Morgens jeder einen frischen, rohen Fisch auf dem Teller!

Ja ja, so geht das Fischen hier!

Ansonsten möchten wir noch erwähnen das wir nun bereits zweimal einen Wal gesehen haben und betonen, das dieses aufwendige Angelmanöver (siehe oben) natürlich nur für Fische bis 20 Tonnen geeignet ist.

Peter.

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