Nachtrag: Laxe – Camarinas – Portosin – Vigo

Wir haben Laxe eine Nacht später mit Kurs Camarinas (Dienstag, 11/09/2012) verlassen. Die 17 Seemeilen sind wir nur motort – kein Wind, kein Segeln. Der Sinn der sehr kurzen Etappe lag darin näher an Kap Finestere (früher an Bord hieß das immer nur Kap Finsternis) heran zu kommen.

So erreichen wir den kleinen Yachthafen von Camarinas am frühen Nachmittag. Die Stadt ist wirklich belanglos – aber die Kneipe am Yachthafen ist lecker: Die bieten köstliche Tappas und kaltes Bier – somit war der Maunie-Crew und uns klar, wie der Rest des Tages ablief…

…die ganze Geschichte: Eine irische Crew zechte dort bereits seit Mittags. Ebenfalls eine ARC Crew (…mit einem 36″ Schiff – dem zweit kleinsten in diesem Jahr). Wir durften deren Tapas probieren und so wurden wir infiziert. Die Iren wollten Abends weiter – sind sie auch, aber mit was für einem Gesang!

Am Mittwoch (12/09/2012) um 9:00 Uhr los – die Etappe um Kap Finestere hat 47 Seemeilen, der Wetterbericht verspricht gutes Segelwetter und wir wollen nicht zu spät in Portosin (liegt in der Ria de Muros y Noia) ankommen.

Es wird ein toller Segeltag. Erneut mit Delphinen, einem ruhigen Kap Finsternis und wie schon fast üblich einem kleinen Wettrennen mit der Maunie. Ebenfalls wie üblich liegt sie oft vorn..bis, ja bis wir in die Ria hinein kommen. Zunächst ist der Wind kurz schlagartig weg und wir motoren für 20 Minuten…dann steht er auf Nord-Ost, weht mit 4-5 Bft. Wir müssten Richtung Ost-Nord-Ost und so gehen beide Boote auf die Kreuz. Aber unser Stormvogel steht mit Vollzeug und keiner Gegenwelle besser am Wind und so können wir bis kurz vor dem Hafen auf direktem (herrlichem!) Am-Wind Kurs laufen. Graham hat unter anderem folgendes Bild gemacht:

Der erfahrene Segler erkennt sofort: Peter muss die Vorsegel trimmen – die dürfen nicht diese Falten haben – jup, das macht er (beim nächsten Mal!).

Und so geschieht ein Novum: Wir machen als erster fest. Portosin verfügt über einen offenbar sehr privilegierten Yachtclub: Ein solch nobles Clubhaus haben wir auf der ganzen Reise noch nicht gesehen…

Leider, leider ist Portosin auch der Punkt unserer Trennung von der Maunie. Wir wollen so schnell wie möglich weiter nach Vigo – die Maunie-Crew möchte (völlig zu Recht!) die weiteren Ria´s erkunden und die Landschaft genießen.

Und so endet also unsere kleine, am 30. August 2012 in Falmouth, UK begründete „alliance for a fast biskay crossing“ nach 14 Tagen. Wirklich schade, aber unvermeidlich.

Wir werden Graham und Dianne spätestens auf den Kanaren wieder sehen…und wenn bei beiden Booten alles klar geht auch noch in den kommenden Jahren – schließlich haben sie den gleichen Plan wie wir – „Um die Welt!“.

Wir brechen am Donnerstag, den 13/09/2012 alleine auf, die Maunie-Crew winkt zur frühen Stunde zum Abschied und schenkt uns noch ein paar eilig auf dem Borddrucker hergestellte Bilder. Einfach nett, die beiden!

Anfangs sieht es nach gutem Wind aus, aber er ist schwach, unstetig und nervig. Also motoren wir immer mal wieder, passieren eine kleine Fischereiflotte am Eingang der Ria (…die fischen da tatsächlich mit zwei Booten und einem Netz dazwischen!) und laufen Richtung Süden.

Am Mittag kommt dann der versprochene Ost-Wind und der Stormvogel legt richtig los. Mit 7-8 Knoten geht es gen Vigo. Die Nord-Ansteuerung führt durch ein kleines Verkehrstrennungsgebiet zwischen Festland und Insel (eher riesiger Felsklotz) hindurch. Wir gehen weiter nach Osten herum und hoffen, das der Wind so bleibt. Er bleibt und so haben wir unser bisher bestes Segelerlebnis mit dem Stormvogel in der Bucht von Vigo. High-Speed Segeln unter blauem Himmel und angenehmen Temperaturen.

Im Reeds Almanch haben wir eine Marina im Industriehafen gefunden in der gute Reperatur-Möglichkeiten vorhanden sein sollen. Also gehen wir dort hin und sind am Abend leicht darüber entsetzt, wie weit es in die Stadt ist. Das kann man mal getrost vergessen. Aber die riesigen Autotransporter sind natürlich auch eine Art „Entertainment“.

Am Donnerstag Abend erreichen wir natürlich gar nichts mehr. Also in einem Hafenimbiss Fisch, Pommes, ein paar Bier und eine Flasche Wein gekillt und Feierabend!

Hier die Bilder der Etapen:

 

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