Ostsee 2018 – Teil 1

Die Bezeichnung „Teil 1“ lässt ganz klar vermuten, das es noch einen Teil 2 geben wird. Irgendwann. Der ist dann ausführlicher und länger (geplant): August und September 2018. der Wenn sich die Dinge nicht ändern. Oder ein Blitz vom Himmel fährt. Oder ein Amerikaner Transfer-Zölle auf Niederländische Aluminiumyachten erhebt. Oder seinen doofen Doge (der mit dem kaputten Getriebe) zurück haben will. Aber ich schweife ab. Zurück zum Thema:
 

Teil 1 war im April 2018 kurz und schmerzlos. Gutes Segelwetter, Stormvogel in Bestform, leere Häfen und nicht ganz so kalt, wie befürchtet. Die Stationen waren:Glückstadt
Laboe
Marstal
Drejö
Svendborg
Bagenkop
Burgtiefe
Neustadt (Holstein)

 

Wie gut, das diesmal überall Wegweiser standen, die uns Ziellosen eine Richtung gaben. Schon erstaunlich, das einige davon ihre richtungsweisende Aussage einfach so je nach Windrichtung änderten. Ja, so könnte man nun denken, so ist das halt im Moment in Deutschland. Alles strebt auseinander, alles strebt in verschiedene Richtungen. Aber weit gefehlt. Der orientierungslose Richtungsweiser befand sich in Drejö – also ganz klar Dänemark! Eine Insel – mit ohne drei Bergen. Wie gut, das wir Ausländern im allgemeinen, Dänen im besonderen, grundsätzlich nicht über den Weg trauen. Die wollen ja jetzt Zäune bauen. Da kann Otto so viel trällern wie er will…von wegen, „Dänen lügen nicht“. Da muss erst ein Deutscher auf einem Niederländischen Dampfer auf eine Dänische Insel kommen, um in der Vorsaison anderen Reisenden die richtige Richtung anzuweisen.
 
 
Oder wo wir gerade beim Verwirren sind: Das Schwimmdock zu Marstal befand sich nicht mehr in Marstal. Versunken war es wohl nicht, so tief ist es im Hafen von Marstal nicht, als das dort ein ganzes Dock in den Fluten versinken könnte. In Unkenntnis des Geschehenen tranken wir ein Trauerbier auf das abhanden gekommene Dock und die Sache war für uns erledigt. Saubere Sache. Bier drüber und gut. Doch einige Tage später, in der Ansteuerung des Stadthafens von Svendborg erblicken wir eben jenes, schmerzlich verloren gelaubtes Schwimmdock. Schön schäbig, aber mit klarem Schriftzug. Nicht, das man es konsequenter Weise umbenannt hätte. Nein, es trägt weiterhin den Namen „Marstal Vaerft“ und sorgt so für Verunsicherung bei einem jedem einlaufenden deutschen Skipper. Svendborg oder Marstal, das ist hier die Frage.
 

Auf dem Weg von Bagenkop nach Fehmarn brechen wir einen „all-time-high-score“ auf offener See: Stormvogel läuft 8,2 Knoten bei halben Wind und keiner Welle. Nicht schlecht, denkt sich der Skipper. Scheißegal, denkt sich die Mannschaft, deren Buch mal wieder wichtiger ist als die Großwetterlage um uns herum. Über Fehrmarn wütet ein Gewitter und es wäre wohl recht  unüberlegt, mit full-speed in dieses Kuddel-Muddel hinein zu brausen. Und so wird die Manschaft aus dem Buch gerissen und die Segel geborgen. Schade, schade.
 
 
 
So richtig wissen wir nicht wo hin? Die Wegweiser liegen hinter uns, neue sind nicht zu entdecken. In die Ferne können wir nicht, feste Termine liegen voraus. In die Nähe wollen wir nicht, leicht gelangweilt, diese durch die Welt Reisenden?
So parken wir den Dampfer in Neustadt (Holstein) und fragen uns, wie die Dauerlieger dort mit dem Hubschrauberlärm des Marinestützpunktes klar kommen? Allerdings, so viel sei noch positiv vermerkt: Der Skipper entdeckt den Küstenwanderweg von Neustadt nach Sierksdorf und erfreut sich sehr an der tollen Landschaft.
 

Das war er dann, der Teil 1. Danach kam die große Hitzewelle, ein holpriger Überführungstörn und eine Bootsmesse, auf der alles verkauft wurde, außer Booten.

Peter.

Offener Brief an das Management

[offener Brief von Pierre Piton an sein Management, dessen genauer Aufenthaltsort seit Jahren eigentlich unbekannt ist]

 Liebes Pierre Piton Management,

lieber Don King,

diese ewige Abwesenheit nervt langsam!

Nie ist das Management da, wenn man es braucht. Habe vor, mein Programm zu ändern. In Zeiten von #metoo erscheint mir „Ich war 17 und sie 31“ (Besser bekannt unter „Und es war Sommer„) nicht mehr angemessen – ja, sogar gefährlich für meine weitere Karriere! Also müsste wohl ein neues Stück einstudiert werden und mein Management, welches unvergleichbar in Personalunion unternehmerische Fähigkeiten mit der Nachahmung markanter elektrischer Gitarren („diudiudiuuuuuu!“) vereint, weilt, wie immer, in weiter Ferne.

Don King auf der Flucht an Bord der Luxus-Segelyacht BELLA

 

Es ist zum verzweifeln!

Allein, auf mich gestellt, habe ich mich nun ohne Rücksprache für einen alten Vicky Leandros Titel entschieden – „Ich liebe das Leben!„. Scheint mir sehr angesagt sein zu können! Zum einen reflektiert es im verborgenen das inzwischen völlig zerrüttete Verhältnis zwischen mir, Pierre Pition, und meinem in der Ferne weilenden Manager Don King. Zum anderen, für die weniger informierten Kenner der wahren Verhältnisse in der deutschen Schlagerbranche, enthält der Text einige weise und kluge Aussagen die unser zukünftiges Publikum, die so genannten Best-Ager 50+, doch wohl alle nachfühlen können:

1) Was kann mir schon geschehen?

2) Man stirbt nicht gleich daran!

3) Die Welt ist schön!

4) Glaub mir, ich liebe das Leben!

Es ist mir absolut unverständlich, wie meinem Management eine solche Perle des deutschsprachigen Liedguts durch die Lappen gehen konnte. Immerhin wurde das Lied bereits 1975 veröffentlicht!

Ich schlage vor, das wir bei diesem nun von mir (!) wieder entdeckten Meisterwerk auf den Einsatz der sowieso immer viel zu dominanten Managementgitarre verzichten und statt dessen einen kraftvollen Managementchor einbauen. Wie das hochverehrte, sich in der karibischen Sonne wälzende Management am Ende des Liedtextes in Zeile (34) selbst nachlesen kann (falls Don King die Sonnebrille mal von der Nase nimmt):

Ich zitiere:

„La, La La La La La, La, La La La La La“

Diese Zeile erscheint mir sehr geeignet, dem beschränkt künstlerisch fähigen Management zu genügen.

Lieber Don King, ich hoffe sehr, ich überfordere damit Deine Stimmbänder und überschreite jegliche Grenzen mit dieser anspruchsvollen Textzeile aus fremder Feder Deines von der karibischen Sonne eingedampften und von Kubanischen Rum vernebelten Kleinhirnes!

Jetzt werde ich doch richtig wütend.

Jawohl. Ja. Jetzt!

Oh, mein geliebter Don, komm doch bitte einfach zurück!

Mach es so, das es wieder wie früher wird!

Ohne Dich werde ich wieder versagen.

Ohne Dich wird das Publikum gar nicht erst kommen – und die drei, die vielleicht doch kommen, die werden weg laufen!

Wenn Du bei der Premiere dabei wärst, könntest Du bis zu Deinem Einsatz das Publikum vielleicht einfach fest halten?

Aber ach, was kann mir schon geschehen?

Glaube mir, ich liebe das Leben!

Dein Pierre Pitron.

P.S.: Die von Dir ins Gespräch gebrachte Bankverbindung ist ungültig. Als wir gemeinsam das Konto seinerzeit im Jahre des Herren 2013 bei der einzigen Bank der TOBAGO CAYS an Bord der BELLA eingerichtet haben, hast Du offensichtlich im Kleingedruckten übersehen, das ein monatlicher Zahlungseingang von mindestens einem karibischen Dollar erwartet wurde. Die freundliche Dame der Bank hat Dich extra darauf hingewiesen. Ihren Namen habe ich nach all den Jahren zwar vergessen, aber ich bin sicher, er fing mit „U“ an. Ich weiß zwar bis heute nicht, wo Du, mein lieber Don, die Unsummen an Schwarzgeld gebunkert hast, die ich Dir täglich aus meinen Einnahmen als Boatboy ausgehändigt habe. Vielleicht hast Du es ja auch selbst schon vergessen? Für den Fall das Du in Kürze in PANAMA vorbei kommst: Frage dort doch mal nach – eigentlich liegt da immer Geld rum!

============ SCHNIP / SCHNAP ==============
Vicky Leandros: Ich liebe das Leben
Text&Musik: Leo Leandros, Klaus Murno

(01) Dein Koffer wartet schon im Flur
(02) Du Iässt mich allein
(03) Wir sehen uns an und fühlen nur
(04) Es muß wohl so sein
(05) Noch stehst du zögernd in der Tür und fragst
(06) Was wird aus Dir?

(07) Nein
(08) Sorge dich nicht um mich
(09) Du weißt
(10) Ich liebe das Leben
(11) Und weine ich manchmal noch um Dich
(12) Das geht vorüber sicherlich
(13) Was kann mir schon geschehen?
(14) Glaube mir
(15) Ich liebe das Leben.
(16) Das Karussell wird sich weiter drehen
(17) Auch wenn wir auseinander gehen
(18) Mag sein
(19) Dass man sich selber oft viel zu wichtig nimmt
(20) Verzweifelt auf ein Feuer hofft
(21) Wo es nur noch glimmt
(22) Wenn so was auch sehr weh tun kann
(23) Man stirbt nicht gleich daran.

(24) Was kann mir schon geschehen?
(25) Glaub mir: Ich liebe das Leben
(26) Das Karussell wird sich weiter drehen
(27) Auch wenn wir auseinander gehen.

(28) Vielleicht gefällt es mir
(29) Wieder frei zu sein
(30) Vielleicht verliebe ich mich aufs neu
(31) Man wird ja sehen
(32) Die Welt ist schön
(33) Wie es kommt ist einerlei

(34) La La La…La, La, Laaaa, La
(35) Du weißt ich liebe das Leben.
(34) La La La…La, La, Laaaa, La

(35) Ich frage dich:
(36) Was kann mir schon geschehen?
(37) Glaub mir ich liebe das Leben
(38) Das Karussell wird sich weiter drehen
(39) Auch wenn wir auseinander gehen
(40) Auch wenn wir auseinander gehen

(41) Du weißt ich liebe das Leben!
============ SCHNIP / SCHNAP ==============

Marillion – schon wieder!

Ja ja, ich weiß. Schon wieder was über MARILLION.

Und wirklich: Diese Seite soll nicht zu einem MARILLION Fan-Blog verkommen – dafür gibt es schließlich den Blog des Deutschen MARILLION Fanclubs „THE WEB GERMANY„.

Also keine überflüssige MARILLION-Lobhudelei hier. Versprochen.

Nur hier kurz die hoch emotionale Nachricht, das das jetzt schon legendäre MARILLION Konzert in der ROYAL ALBERT HALL zu London am 6. April 2018 auf Blu-Ray, DVD und CD veröffentlicht wird. Und weil MARILLION echte (im positivsten Sinne) Selbstvermarktungsprofis sind, haben sie vorab auf YOUTUBE zwei Videos veröffentlicht, um die gerade angelaufene  Vorbestellungs-Kampagne zu unterstützen:

THE SPACE – Erste Veröffentlichung auf der LP SEAONS END im Jahre 1989. Kopfrechnen. Neunundzwanzig Jahre ist das her. Das Video zeigt die grandiose Live-Aufführung vom 13. Oktober 2017 in der ROYAL ALBERT HALL. Mit THE SPACE wurde an diesem unvergesslichen Abend der zweite Teil des Konzerts eröffnet.

BEHIND THE SCENES – Kurzer Clip über die Vorgeschichte des Konzerts in der ROYAL ALBERT HALL. Mit einigen (kurzen!) Ausschnitten aus den anderen Stücken. Wenn das mal nicht Appetit macht! 30 Jahre musikalische Weiterentwicklung. Kein Stillstand.  Faszinierender denn je.  Wer ganz genau hin sieht, der erkennt bei Minute 3:04 ganz Rechts unten im Bild einen Kerl mit Mütze… 😉

Oh, wie ich mich auf den 6. April 2018 freue! Heidi nicht so. Sie ist skeptisch. Denn sie ahnt:

ES WIRD LAUT!

ES WIRD SEHR LAUT!

ES WIRD SEHR, SEHR LAUT!

Peter.

P.S.: MARILLION kann man also ab dem 6. April 2018 in offenbar erstklassiger Qualität (Bild & Sound) quasi live auf dem Sofa erleben. Wem das gefällt, der kann MARILLION Ende November / Anfang Dezember 2018 in Frankfurt, Essen, Berlin, Erfurt, Bremen, Hamburg, Stuttgart oder Wien richtig und in echt live erleben. Die Karten für Hamburg, am 2.Dezember 2018 haben wir natürlich schon 😉

Steve Rothery Band 2018

Eines der tollsten (besser: Erschöpfensten!) Konzerte 2017 war sicherlich das der STEVE ROTHERY BAND Anfang Januar in Hamburg. Als dann Ende des Jahres 2017 die Ankündigung kam, er würde mit einem sehr ähnlichem Set und gleicher Besetzung im März 2018 wieder nach Hamburg kommen, waren die Karten schnell gekauft und die Vorfreude hielt sich ganz anständig über den Winter.

Gitarre: Steve Rothery

Während mich im Jahr zuvor DAVE FOSTER als Vorgruppe nicht wirklich in seinen Bann sog, war ich in diesem Jahr von STIJN GRUL sehr begeistert. Somit fing der Abend am 7. März 2018 im Hamburger KNUST schon mal sehr gut an!

Gitarre: Dave Foster

Nach einem schnellen Bühnenumbau kam dann der Meister aller Gitarren auf die Bühne und spielte einige Songs seines letzten Solo-Albums THE GHOSTS OF PRIPYAT. STEVE ROTHERY ist (zumindest auf der Bühne) kein Mann vieler Worte und so wurde nicht viel herum geredet, sondern kraftvoll musiziert. Und live sind die Instrumental-Titel um einiges Besser, als die super sauber abgemischten Studio Versionen.

Bass: Yatim Halimi

Einmal mehr war ich beeindruckt, mit welcher Präzision STEVRE ROTHERY und der zweite Gitarrist auf der Bühne, DAVE FOSTER, synchron spielen können. Für einen nicht-Musiker ist das pure Magie!
Besonders möchte ich an dieser Stelle auch den Schlagzeuger LEON PARR erwähnen. Sitzt da hinten irgendwo fast unsichtbar, haut wie wild auf die Trommlen und sorgt so für den extrem druckvollen Sound. Spitzenklasse!

Keyboards: Riccardo Romano

Nach einer kurzen Pause kommt MARTIN JAKUBSKI zusätzlich die Bühne – denn nun werden alte MARILLION Songs gespielt und deren Darbietung benötigt natürlich einen echten Sänger. Und wie schon 2017 geht das Publikum nun richtig ab.

Vocals: Martin Jakubski

Es entbehrt nicht einer gewissen Tragik, das der ursprüngliche MARILLION Sänger FISH nach vier Platten das Weite suchte, die Musik von MARILLION über die Jahre deutlich anders wurde und sich so in meinen Augen sehr positiv weiter entwickeln konnte. Da passen die alten Songs einfach nicht mehr in ein MARILLION Konzert. STEVE ROTHERY scheint diese Tragik in der MARILLION Bandgeschichte erkannt zu haben und befriedigt dieses unausgesprochene Verlangen nach Altem im Rahmen seiner Solo-Auftritte.

Steve Rothery Band

Elegante Lösung…

…wäre es nur nicht so, das diese alten MARILLION Songs heute einen unglaublichen Wums haben! Wenn ganz am Ende des Konzerts die MARILLION Debüt Singel MARKET SQUERE HERO aus dem Jahr 1984 den Saal 34 Jahre später vollständig zum kochen bringt und man selbst trotz völliger Erschöpfung noch kräftig mit zappelt, dann fragt man sich unwillkürlich, wie das wohl in den nächsten Jahren noch weiter gehen soll?

Nehmen denn diese Musiker niemals Rücksicht auf das willig zappelnde, aber gnadenlos älter werdende Publikum?

Doch, doch, manche Musiker ahnen scheinbar etwas!

So ist zum Beispiel das MARILION Konzert am 2. Dezember 2018 im Hamburger Mehr! Theater wieder bestuhlt. Das mit Sicherheit begeisterte Publikum wird also bequem im sitzen zappeln können.

Steve Rothery Band

Doch das war Herrn ROTHERY am letzten Mittwoch Abend offenbar völlig egal. Schließlich hätte ja jeder Besucher wissen können, worauf er sich einlässt. Also jedenfalls die Besucher, die 2017 auch schon da waren.

Und genau deshalb war ich ja schließlich auch wieder da! 😉

Peter.

Stijn Grul

Normalerweise sind Vorgruppen grausam

Normalerweise könnte man später kommen und sich die Vorband sparen.

Normalerweise ärgere ich mich über die nie zum Top-Act passende Darbietung.

Aber was ist schon normal?

Erst einmal, lange her, wurde ich überrascht: In Köln spielte als Support-Act für MARILLION die Hamburger Band SYLVAN. Na toll, da musst du aus Hamburg nach Köln fahren, um eine Gruppe vor der Haustür kennen zu lernen. Dachte ich damals.

Stijn Grul

Gesang & Gitarre: Stijn Grul

Nun, jetzt muss ich also nach Utrecht. Also müsste. Theoretisch. Denn praktischer Weise habe ich STIJN GRUL aus Uetrecht in den Niederlanden vorgestern Abend in Hamburg erleben dürfen. Als Vorgruppe der STEVE ROTHERY BAND.

Schlagzeug: Auke de Vries

Und was soll ich sagen? Sehr, sehr positiv überrascht von dem jungen Herrn STIJN GRUL und seiner famosen Begleitung. Top-Musiker, sieben an der Zahl, standen da auf der engen KNUST Bühne. Zweimal Gitarre, Bass, Keyboards, Schlagzeug und – sehr cool – Saxofon und Trompete. Das ergibt zusammen einen coolen groove Sound, er weit weg vom Mainstream ist – dafür aber um so mehr in die Beine geht.

Gitarre: Jona Pattipeilohy

Natürlich im Nachgang die offizielle STIJN GRUL EP „ROSES“ am Stand gekauft und auf der Heimfahrt direkt im Auto gehört – und auch das gehört zur Wahrheit – etwas enttäuscht. Ja, das ist die gleiche Musik wie die zuvor gehörte, aber irgendwie anders. Vermutlich hat STIJN GRUL auf der Bühne neuers Material gespielt (?) – und das auch viel kraftvoller, viel spielfreudiger und vor allem viel begeisternder.

Trompete: Rik Hagt
Bass: Nikki Alexander
Saxophon: Michiel Lugt (?)

Also denn: Wer die Gelegenheit hat, STIJN GRUL live zu sehen – klarer Fall von hin gehen!

Keyboards & Gesang: Sophia Vernikov

Als junge Band braucht man heutzutage offenbar keine eigene aktuelle Website mehr – alles findet offenbar hier auf FACEBOOK statt. Oder auch auf YOUTUBE. Da gibt es ein paar Videos der jungen Niederländer. Hier eines zum Einstieg:

Mit der Besetzung bin ich mir nicht sicher – jedenfalls glaube ich, das im KNUST zumindest ein anderer Mensch am Saxophon war (?):

Stijn Grul (vocals, guitar), Sophia Vernikov (keys, vocals), Auke de Vries (drums, marimba, percussion), Jona Pattipeilohy (guitar), Nikki Alexander (bass), Rik Hagt (trumpet), Michiel Lugt (saxophone)

Peter.

Winter – bis heute

Mit dem Titel ist nicht etwa gemeint, das der Winter nun vorüber sei. Nein, ist er nicht. Heute Morgen 2°C Außentemperatur. Das ist noch Winter. Ohne Zweifel.

Echter Schnee im Winter 2017/2018 in Elmshorn

Nein, mit dem Titel ist eine kleine Rückschau auf die bisher in diesem Winter gemachten Bilder gemeint. Ich fotografiere ja wirklich gerne und mache auch danach was mit den Fotos (z.B. unseren Fotofilm „Sailors Arrive!„), aber diese trüb-graue, diese nahezu farblose Außenwelt im norddeutschen Winterhalbjahr macht es mir wirklich schwer. Wie liebe ich doch den blauen Himmel, den Gold glänzenden Sandstrand am frühen Abend oder das satte Urwaldgrün.

Kleine Sturmflut an der Elbe in Glückstadt

Aber es hilft kein Klagen, man (wir, ich!) leben im hier und jetzt, also, stell Dich nicht so an, mach´ das Beste daraus und drücke auf den Auslöser!

Waghalsige Fahrgäste auf dem Hamburger Winterdoom

So geschehen in Glückstadt bei einer kleinen Sturmflut, auf dem Hamburger Winterdom, in Sankt Peter Ording am Strand, im Elmshorner Moor mit echtem (!) Schnee und im Duisburger Stahlwerk.

Vier Aliens am Strand von Sankt Peter Ording

20 Fotos als kleine Auswahl der letzten Monate.

Die Bilder wurden alle mit der neuen, ursprünglich nur für Musik-Konzerte gekauften, „CANON G5X“ Kamera fotografiert. Nicht, weil das Teil so handlich ist, sondern wegen dem sehr lichtstarken Objektiv. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich dieses zarte Gerätchen wirklich immer mit in die Außenwelt nehmen sollte. Sehr skeptisch macht mich dieses fest eingebaute Objektiv, das immer ein- und ausfährt. Könnte mit vorstellen, das ein bisschen Regen hier, ein wenig (ganz wenig!) Sand dort dazu führt, das das mal nicht mehr so funktioniert, wie es soll. Da ist es in einem Konzertsaal doch deutlich geschützter. Obwohl, da fliegt ja manchmal auch Bier durch die Luft.

Museums-Stahlwerk in Duisburg

Derweil konkretisieren sich die diesjährigen Segelpläne. Am 3. April 2018 geht unser Boot STORMVOGEL wieder ins Wasser. Dann warten wir auf den Sommer. Der war ja, bei genauerer Überlegung, letztes Jahr im April (hier der Beweis!). Da saßen wir jedenfalls im T-Shirt im Garten, bei knallendem Sonnenschein und haben die demontierten Edelstahlteile des STORMVOGELS poliert. In diesem Jahr ist das Boot viel früher einsatzbereit und wir wollen bereit sein! Bereit, für die diesjährige Sommerwoche! Wann immer sie kommen möge.

Riesenrad auf dem Hamburger Doom

Großer Wunsch 2018: Wenigstens an einem Tag im T-Shirt segeln können!

Soviel ist sicher: In den nächsten Monaten wird die Farbe in der Außenwelt wieder zurück kommen und, wenn ich noch aufmerksamer durch die Gegend irre, es werden sich neue, viel farbenfrohere Bilder ergeben. Zwangsläufig. Ich muss nur darauf warten. Können.

Peter.

Weihnachten 2017

Der größte und schönste aller Weihnachtsbäume steht im Haus.

[FAKE NEWS!
Richtig: Der größte Baum, der in dieses Haus passt. Der Transport auf dem Autodach war eine echte Herausforderung – insbesondere das Entladen am Zielort. Ganz schön schwer, so ein großer, schöner, nasser Weihnachtsbaum. Und wohl auch eine Nummer zu groß für unseren Tannenbaumständer. Trotz Windstille und Abwesenheit von Dünung im Haus bedrohliche Neigungen. Konstruktionslatten, Spax-Schrauben und Akkuschrauber verhindern aktuelle und zukünftige Haltungsprobleme.]

An Heiligabend hatten wir die meisten, schönsten und weisesten Schneeflocken seit Menschengedenken im Garten.

[FAKE NEWS!
Richtig: Viel Wind, widerlicher Nieselregen und das bekannte Einheitsgrau, das im Winterhalbjahr in diesen unseren Breiten Tageslicht genannt wird.]

Jetzt, am zweiten Weihnachtstag scheint den ganzen Tag über die Sonne.

[FAKE NEWS!
Richtig: Die 500.000tausendste Regenfront in diesem Jahr ist gerade mit viel Wind durchgekommen und auf der Rückseite der Front fehlen nun tatsächlich die Wolken. Wie konnte das passieren? Wer ist dafür verantwortlich? Wieder mal typisch – keiner will es gewesen sein!]

Wir haben tolle Pläne für 2018 geschmiedet und freuen uns sehr darauf!

[FAKE NEWS!
Richtig: So planlos wie jetzt waren wir schon seit Jahren nicht mehr.]

Viele weihnachtlichen Grüße, wo immer ihr hoch geschätzten Leser auch immer gerade seid…

Peter.

Artikel auf blauwasser.de

Das Internetmagazin für Langfahrtsegler blauwasser.de hat gestern meinen Artikel über den Yachttransport des STORMVOGELS aus THAILAND / PHUKET in die TÜRKEI / FETHIYE veröffentlicht.

Vielen Dank an Sönke Röver von blauwasser.de für die Veröffentlichung und Textbegradigung!

Für diejenigen, die das Thema noch weiter verfolgen wollen: Auf der PARIMARE Seite kann man im Bereich Download meinen HANSEBOOT Vortrag „Die Abkürzung der Barfußroute – Yachttransport per Seeschiff“ ergänzend zum blauwasser.de Artikel herunter laden.

Und wo wir gerade noch mal bei der HANSEBOOT sind – auf PARIAMRE gibt es im Blog Bilder von der Messe und auch Bilder von Heidi´s Ausflug nach Berlin, zur Botschaft der Repubik Indonesien in Deutschland.

Peter.

In den Winter

Tja, nun ist die Saison einfach so zu Ende gegangen.

Also jedenfalls so zu Ende gegangen, das man sich fragt – „wie, ist die Saison schon vorbei?“

Ein Saisonende, wie es sich für unsere Breiten in Zeiten des Klimawandels gehört. Nieselregen, nasskalt aber nicht wirklich kalt, ungemütlich.


Und Grau. Grau, Hellgrau, Mittelgrau und auch Dunkelgrau. Aber mit Sicherheit nicht 50 Schattierungen von Grau. So viel Abwechselung gibt es nur im gut gewärmten Kino – und dabei soll es einigen ja sogar heiß werden…im Kino, nicht auf dem Boot.

Nein, das Saisonende ist belanglos grau und eigentlich keiner besonderen Erwähnung wert.

Nun denn, der Dampfer lag also noch in LABOE und musste vorholt werden.


Die NORD-OSTSEE-KANAL Fahrt aufregend, denn so viel Schiffe haben wir noch nie im Kanal gesehen. Trotz der teilweise schlechten Sicht. Die Schleusen-Situation: Ein Witz! Mehr kaputt als funktionsfähig. Die Schleusenwärter zeigen ihr Mitgefühl mit dem im Grau verlorenen wirkenden Sportboot und tun ihr Bestes, uns nicht lange warten zu lassen. Mit dem letzten Tageslicht erreichen wir in einem Rutsch BRUNSBÜTTEL – nicht schlecht. Tags darauf auf der ELBE ist es anfangs etwas kabbelig, aber immerhin können wir segeln und kommen viel zu früh´ in GLÜCKSTADT an. Die Warteschlengel vor dem Sperrwerk sind wie üblich besetzt und die dort liegenden Boote machen das Fahrwasser noch enger – kein Gedanke daran, bei Auflaufend Wasser und W-Wind dort ins Päckchen zu gehen.
Der Anker ist aus unerfindlichen Gründen unklar (technischer Defekt) und so eiern wir noch ´ne Stunde vor dem Sperrwerk herum. Nicht schön.

Termine, Termine, Termine!

Keine Zeit, den STORMVOGEL direkt zu kranen. Weder die Werft, noch wir. Wir stehen uns eine Woche lang auf der HANSEBOOT mit PARIMARE die Beine in den Bauch. Keine Ahnung, ob es draußen Grau war. Auf jeden Fall kann man sich unter www.parimare.com/download beide von mir gehaltenen Vorträge herunter laden. Auf den Bildern scheint die Sonne! Ich durfte auf der „Leben an Bord Bühne“ täglich den Vortrag „Die Abkürzung der Barfußroute – Yachttransport per Seeschiff“ und an den beiden Wochenenden zusätzlich den Vortrag „17.000 Inseln – Indonesien mit dem Boot erkunden“ halten. Beide Vorträge können auf PARIMARE vollständig als PDF herunter geladen werden.

Auch nach einer Saison: STORMVOGEL vom Typ KOOPMANS TipTop in Form!

Gestern nun, endlich. Den Mast gelegt, das Boot gekrant und Winterfest gemacht. Eigentlich ist das volle Einwinterprogramm unnötig, steht unsere KOOPMANS doch in einer beheizten Halle…aber, man weiß ja nie!

Da fährt sie hin – die Segelsaion 2017

 

Ich weiß ja nicht.

Wenn man immer schon alles wüsste?

Ist das eigentlich sinnvoll, so einen Luxusdampfer im nasskalten Grau zu halten? Schreit der nicht nach Sonne, Blauem Himmel und Türkis-blauem Wasser?

Oder flüstert da eine innere Stimme?

Peter.

…neues von Familie, Segeln und Fotos