Skandal! Kein Fischbrötchen mit Bier in TYBORON!

Eigentlich ist im Titel schon alles gesagt.

Fischer oder Offshore-Arbeiter?

Hallo?

TYBORON – an der NORDSEE gelegen. Im NORDEN von DÄNEMARK. Wirklich großer Fischereihafen. Mächtige Trawler liegen hier. Sehr mächtig. Aber von Seeleuten oder gar Fischern keine Spur.

Man achte auf den Namen und Heimathafen!

Auch nicht von Fischbrötchen und Dosenbier.

Kann doch wohl nicht sein? Ende Juni, die Bürgersteige hochgeklappt, die Kneipen (Restaurants) geschlossen und der einzige offizielle HAFENKIOSK hat weder Fischbrötchen noch Dosenbier. Eis, jeden Menge süßes Eis hat der Herr Hafenkiosk. In einem ausgewiesenen Fischereihafen! Eis. Schnödes Speiseeis! Mit matschiger Pampe drauf! Sind wir hier etwa in ITALIEN oder was?

Blaue Flagge, aber kein Fischbrötchen und auch kein Dosenbier.

Der kleine Fischladen am Hafen – zum Glück gerade noch geöffnet! Schließt um 17:00 Uhr. Räucherfisch, Frischfisch und, darauf kommt es an: Selbstgemachte Fischfrikadellen.

Aber kein Dosenbier, aber immerhin eine Teil-Lösung.

Durchgefragt zu einer Butiken. Junkfood aller Art, natürlich auch keine Fischbrötchen, aber dafür Brötchen ohne alles und, wie zur Entschädigung, ELEPHANT Bier.

Zurück zum Auto. Da liegen die kurz zuvor erworbenen Fischfrikadellen.

Und auf gehts zur öffentlichen Demonstration auf menschenleerer Straße für Fischbrötchen und Dosenbier!

Am Ziel! Scheiß Foto, aber am Ziel!

Geht doch!

Peter.

Probefahrt

Kann man die (oder auch „den“) OSTSEE nach vier Jahren Weltumseglung noch gut oder gar schön finden?


Übernachten (kostenlos!) in GIESELAU SCHLEUSE im NORD-OSTSEE-KANAL. Die Sonne geht gerade unter, der Wind rauscht gewaltig in den Bäumen und die Vögel präsentieren ihr atemberaubendes Sonnen-Untergangs-Konzert. Die Dämmerung setzt langsam ein und mit jedem bisschen mehr Dunkelheit, wird das Vogelkonzert leiser. Alle legen sich zur Ruh´, nur der Wind rauscht weiter in den Bäumen.


Stimmung und Kulisse erinnern uns sehr eindringlich an unsere unvergessliche Urwald-Übernachtung auf BORNEO. Zweieinhalb Jahre zuvor.

Die Antwort ist also ja.

Ganz klar ja! NORDDEUTSCHLAND, die OSTSEE und das nahe DÄNEMARK sind sehr reizvoll – an Bord, auf dem Wasser in der reichlich vorhandenen freien Natur zu leben ist einfach schön!

Wir sind gestern kurz nach Hause gekommen, um ein paar Dinge zu organisieren.


Damit haben wir unsere 10-tägige Probefahrt nach dem großen STORMVOGEL Refit beendet. Wir können es noch, das Segeln! In den Häfen gehen uns die zahlreichen Kommentare zum STORMVOGEL wie Öl herunter und des Skippers-Brust schwillt vor lauter Stolz seit Tagen gar nicht mehr ab!


„Ist das Boot neu? Sieht toll aus!“
(nein, 20 Jahre alt)


„Was für ein schönes Boot!“
(oh, ja!)


„Mensch, mit so einem großen Boot müsstet ihr doch auf große Fahrt!“
(äh, ja, äh, wir sind gerade im letzten Jahr zurück gekommen).

Bild von Peter W. aus B.

Noch viel schöner als die ganzen Kommentare waren die spontanen Treffen mit sehr lieben, lange nicht und sogar auch nie gesehenen Menschen:

Los ging es bereits nach dem NOK, in LABOE. Die wagemutige Crew der NAUSIKAA (unter Segeln = Wahre Sportler!) wollte uns direkt hinter der Schleuse auf der Kieler Förde abfangen…klappte aber nicht, denn des STORMVOGELS Skippers legte den Hebel auf den Tisch um schnellstmöglich in die BALTIC BAY zum Anlegerbier zu kommen. Aber beim Bier, da haben wir uns nach gut vier Jahren wieder getroffen. Herrlich! Einfach nur Herrlich!

In MARSTAL treffen wir die Familien-Crew des Motorkreuzers JULIUS – leider viel zu kurz, aber immerhin: Es gibt jetzt Gesichter zu den Namen!

Später in AEROSKÖPING die bunte Crew der NOVOMIND mit Skipper Knut getroffen und erstmalig so was wie ein Vereinsboot-Treffen arrangiert: Der Verein hat das eigene Boot „novomind“ (eine 34 Fuß HANSE) und wir als Mitglieder im Verein haben unseren STORMVOGEL und tragen seit fünf Jahren das Vereinskürzel „nms“ am Heck. Beachtlich, beachtlich!


Und schließlich auf LYÖ die junge Familie der KAROLINA (ich glaube IV) getroffen, ebenfalls seit Jahre nicht gesehen!  Die Fahrrad-Sternfahrt auf der Insel mit ihrem sagenhaften Gletschertal haben alle gut überstanden. Auch der STORMVOGEL Skipper. Wenn ich das richtig sehe, haben wir ca. 7 Kilometer in 5 Stunden zurück gelegt. Gemach, Gemach!

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah? (sehr frei nach Goehte)

Ein paar Törn-Infos, der Reihe nach:

Quelle: GOOGLE / YELLOWBRICK

 

1) Nord-Ostsee-Kanal
Ein Witz, ein absoluter Witz! Wie kann Deutschland eine bedeutende Bundeswasserstraße so verkommen lassen? Liegt das am Karo-tragenden bayrischen Verkehrsminister oder an sturen Norddeutschen? Von 8 Schleusen sind derzeit nur 3 (in Worten DREI!) funktionsfähig und in Betrieb und diese 3 sind auch noch in einem lausigen Zustand. Wer so was zu verantworten hat, der wird wohl nachts nicht schlafen können. Hoffentlich!

2) LABOE / BALTIC BAY MARINA
Super-Hafenmeister und schöner Liegeplatz…aber neuer Gastro-Pächter mit eher Durchschnitts-Pizza und nix mehr mit Matjes und Bratkartoffel. Ein Highlight an der Förde weniger. Leider.

3) AERÖ / MARSTAL
Wie immer ein Traum – aber auch rappel, pappel, dackel voll. Jedenfalls am Himmelfahrts-Abend. Danach: Leer. War wohl nur der erste große Ansturm der Deutschen Flotte.

4) AERÖ / AEROSKÖPING
In der Stadt wird Fernwärme verlegt und die Straßen gleichen einem großen Sandspielkasten. Essen mit der novomind-Crew königlich zu Abend, einmal auf dem Steg und einmal im Restaurant.

5) LYÖ
Kreuzen wie die Irren gen 20 Knoten Nordwind. Nach der dritten Wende klappt es wie am Schnürchen, allein das mit dem Höhe Gewinnen muss der Skipper noch mal verbessern. Aber herrlich, so hart am Wind bei kleiner Welle zu segeln. Allerdings laufen wir die letzten 6 Seemeilen dann doch unter Motor gegen an – unsere Sportlichkeit hat durchaus ihre Grenzen. Gehen nicht wie geplant auf Anker, sondern in den deutlich vergrößerten Hafen – eng, aber passt!

6) MIDDELFART
Der Wetterbericht verspricht mit SE 15 Knoten besten Segelwind, um nach Norden zu kommen – und so laufen wir statt der geplanten 20 Meilen einfach 40, direkt nach MIDDELFAHRT, wo wir unsere Probefahrt beenden, das Boot liegen lassen und per Zug kurz nach Hause flitzen (…Regionalbahn, max. 60 km/h).

Kommenden Sonntag werden wir Termine aller Art erledigt haben und auch große Teile der Familie gesehen haben…und dann gehts Montag direkt zurück nach MIDDELFART zum STORMVOGEL. Knapp zwei Wochen haben wir dann, um das Boot in den LIMFJORD in den Norden DÄNEMARKS zu bringen.

Eigentlich sollte ich den GPS Tracker besser am Körper tragen – dann wüsste ich durch Blick auf die Karte, wo ich gerade bin… 😉

Peter.

Beauty Farm 10 und aus und wech!

Ahoi,

nur ein doofes Handy-Foto zur Hand, aber…

…wir sind fertig!!!

Juhu!

Neue Leekleider, Sprayhood und Lazybag gerade (und endlich!) montiert und Morgen (Mittwoch, 24. Mai 2017, 13:00 Uhr) geht es endlich los zur lang ersehnten Probefahrt in die Ostsee.

Also etwas genauer:

Dänische SÜDSEE

Hallo?

!!!!!!!! SÜDSEE !!!!!!!!

!!! SSSSÜÜÜÜÜÜÜDDDDD !!!!!! SSSSSSSEEEEEEEEEEEEEEEE !!!

Nun weiter packen, die gute Kamera freut sich auch schon und wir werden zusammen bestimmt noch ein paar Star-Fotos vom (ACHTUNG!)

SCHÖNSTEN BOOT IN DER OSTSEE 2017

machen.

Ach, wie aufregend – und wie erfreulich!

Heiter weiter!

Peter.

P.S.: Unser GPS Tracker ist natürlich (ab Morgen) auch wieder in Betrieb. Hier unsere aktuelle (4h alte) Position.

Beauty Farm 9, Bewerbung!

„Bewerbung“ ist vielleicht nicht ganz richtig, aber immerhin politisch korrekt.

Wir (insbesondere ich!) „bewerben“ uns / unser Boot um den nicht vorhandenen, inoffiziellen und herrlich subjektiven Titel:

„Schönstes Boot 2017 auf der Elbe und der Ostsee“

(Die Wahrheit:  Wir beanspruchen den Titel einfach!)

Hier das „Bewerbungsbild“:

OK, es fehlt der Mast, fällt aber bei dem vielen Glanz und Strahlen kaum auf, gell? Wie geplant, erhofft und angestrebt haben wir gestern, bei Weltklasse Wetter (wie es sich für eine Beauty Queen gehört!) den STORMVOGEL wieder ins Wasser gesetzt. Was für ein aufregender Moment, wenn das Boot die dunkle Halle verlässt und die Sonne den erstmals wieder vollständig hergestellten Luxus-Dampfer anstrahlt.

Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit der Werft und dem Ergebnis. Sieht auch bei (viel) Licht betrachtet super aus! Und wirklich „alle“ Teilprojekte (bis auf den Generator-Tagestank) erledigt. Bei 6 Monaten Werftzeit nur zwei Wochen Verzug, nicht schlecht, oder?

Man macht sich ja keine Gedanken über den Druck, der auf dem Skipper lastet, als er den nun wieder sehr stolzen STORMVOGEL aus der Slipbox heraus steuert. Klar, der erste Kratzer im neuen Lack wird sowieso vom Skipper verursacht!

Die Frage ist nur wann!

Aber nicht jetzt!

Das Stellen des ebenfalls neu lackieren Mastes ist die nächste große Herausforderung am gleichen Tage. Gefühlt eine Millionen Leinen, Drahtseile und Kabel wollen so klariert werden, das sie alle in richtiger Position ohne Tüddel zu liegen / stehen kommen.

Nun denn, wir sind im Wasser!

„Nur noch“ Segel anschlagen, ein paar Teile montieren, neues Segelkleid und Sprayhood bekommen, sauber machen, einräumen und stauen, Motorwartung und mit Chance gehts Ende nächster Woche los – zur zweiwöchigen Testfahrt in die westliche Ostessee – wäre doch schön, wenn das Wetter auch noch mitspielen würde?!

Ein glücklicher Peter.

P.S.:
Es muss noch erwähnt werden, das der TURBO LADER der Hauptmaschine wieder gemeckert hat – und diesmal kann es nicht an mangelnder Liebe wie in 2015 vermutet (Link incl. ausführlicher Beschreibung) gelegen haben. Wir haben ihn 2016 ordnungsgemäß mit viel Frostschutzmittel eingewintert und doch ist der Rost in der Abgasturbine so rasant „gewachsen“, das das Schaufelrad wieder blockierte. Das finde ich nicht gut und ich werde das mit dem Hersteller NANNI ernsthaft diskutieren müssen – schließlich ist das Teil gerade mal 2 Jahre alt und kostet schlappe 2.500,- €. Zum Glück bin ich ja TURBO LADER Experte und konnte den Mechaniker der Werft entsprechend briefen. Problem erkannt, Gefahr gebannt.

beauty farm 8

Wenn man sich so die ersten Bilder dieses Beitrages ansieht, könnte man meinen, wir hätten einen Flohmarkt für hochwertige Yachtbeschläge eröffnet.

Haben wir aber natürlich nicht!

Vielmehr hatten wir ja im letzten Jahr alle Beschläge des STORMVOGELS demontiert und in diesem Jahr nach und nach mit nach Hause genommen, gereinigt und alles was aus Edelstahl ist, wie die Irren poliert.

OK, man sitzt ganz angenehm im Garten, die Sonne scheint und man poliert so vor sich hin…aber bei der Menge an Beschlägen hört der Spaß dann doch schnell auf und das Gefühl von Arbeit macht sich breit!

Wir haben auch alle 8 (in Worten ACHT!) LEWMAR Winschen überholt. Auch eine echte Fleißarbeit aber ich konnte meine Mitarbeiter (ehemals Manschaft) mit dem Hinweis auf den Wert der Winschen gut motivieren: Für alle 8 zusammen bekommt man (Neuwert) auch schon ein schickes Auto!

Die Arbeiten der Werft waren vor ca. 3 Wochen soweit fortgeschritten, das wir mit der Montage unserer Beschläge beginnen konnten und so langsam aber sicher macht der STORMVOGEL durchaus den Eindruck, wieder ein Segelboot zu werden.

Also, wieder ein richtig schönes Segelboot zu werden!

Also, vielleicht, jedenfalls in dieser Saison, das schönste Segelboot auf der Ostsee?

Tja, und man glaub es kaum: Für die kommende Woche ist nun der Krantermin angesetzt – da wollen wir tatsächlich wieder ins Wasser, mit unserem Dampfer. Werden sicher noch ein paar arbeitsreiche Tage, insbesondere aufräumen, sauber machen und Material-stauen wird noch etwas Zeit kosten, aber wir sind ganz klar auf der Zielgeraden.

Ein altes Problem haben wir nun auch gelöst: Die Ankerkette fiel bisher nicht besonders gut in den Kettenkasten und die Mannschaft musste die Kette in der Regel mit der Hand weg stauen.
Die Werft hatte zufällig noch einen 25 Meter Edelstahl-Kettenrest liegen und wir haben uns den für einen großen „Ankerketten-Falltest“ geliehen.

Den ganzen Testakt im Video ist für die Nachwelt hier dokumentiert.

Daraus haben wir den Schluss gezogen, für die kommenden Saisons auf eine 50 Meter Edelstahlkette (DIN 766 / Edelstahl 1.4404) umzurüsten. Die Länge reicht für unser Heimatrevier locker. Allerdings wieder viel Geld für einen mittleren Komfortgewinn!

Die Segel habe ich gestern aus Kiel abgeholt – erstaunlich wenig Reparaturaufwand nach vier Jahren. Im wesentlichen wurden nur die Nähte nach genäht – davon aber dann fast alle! Ist es nicht schräg, das man zwar robustes Segeltuch (bei uns: HYDRANET) herstellen kann, aber das Nähgarn immer wieder von der Sonne verbrannt wird?

Also denn: Alles auf „GO“ und wir gehen sowieso erst ins Wasser, wenn es 10 Grad wärmer wird und die Sonne scheint!

Mithin Ende der kommenden Woche!

Peter.

Beauty Farm, 7 also kurz vor 10

Im Moment sieht es so aus, als ob wir unter 10 Beauty-Farm Berichten bleiben können…

…mit anderen Worten: WIR SIND AUF DER ZIELGRADEN!

OK, es ist noch eine Menge zu tun, aber das ist eben nur eine „Menge“ und nichts kompliziertes mehr. Woran man das merkt?

Relingsdeckel: Pure Kunst!

Während die Werft die letzten Teak-Arbeiten abschließt haben wir angefangen, die ganzen (noch demontierten) Beschläge zu polieren.


POLIEREN!

Normaler Weise ein klares Zeichen von Langeweile an Bord.


Was für ein Fummelkram: Die kleinsten Umlenkrollen, die fettesten Klampen, die längsten Seezäune und die niedlichsten Spannschrauben. Aber besser so: Ganz relaxt im Garten bei Sonnenschein sitzend vor sich her polieren als so: Die Teile im eingebauten Zustand an den unmöglichsten Stellen wieder zu neuem Glanz erwecken!
Wären da nur nicht noch zwei volle Materialkisten! Die Steuerbordkiste haben wir jetzt nach gut 10 Arbeitsstunden durchpoliert, die Backbordkiste und die Winschen warten noch auf ihre Spezialbehandlung.

Andere Boote gehen bei dem tollen Wetter schon ins Wasser, da wird man glatt neidisch!


Also schön mit polieren ablenken, gell?

Was gibt es noch?
Unser Mast ist noch nicht lackiert. Soll direkt nach Ostern an die Reihe kommen. Dann müssen da noch alle Beschläge wieder ran. Unsere Segel sind fertig und liegen in Kiel zum Abholen bereit…wollten wir erst machen, wenn es mal wieder richtig regnet. Bloß keine kostbare Sonne mit langer Autofahrt vergeuden!
Die neue Sprayhood und die Persenninge lassen noch auf sich warten…komisch, das die Damen und Herren Segelmacher so was immer auf den letzten Drücker machen?

Die neuen Decksluken sind montiert und ich werde nun versuchen, die alten bei eBay zu verhökern. Erscheinen mit zu gut, um sie in den Müll zu schmeißen. Ich bin schwer gespannt, was die noch so bringen…

Nun denn: Das Ende ist nah´, die Sonne scheint und es wird wärmer!

Peter.

Beauty Farm, Nummer 6!

Gestern war Weihnachten. Also so in etwa. Fast. Quasi.

Denn auspacken durften wir noch nicht.

Blick auf den Rumpf unter die Abdeckung. Antifouling erst Ende April.

Der STORMVOGEL steht jetzt wieder in der Montagehalle, frisch lackiert. In Hochglanz. Und damit bei den nun folgenden Montagearbeiten der schöne Lack nicht zerkratzt, wurde alles geschickt verhüllt. Natürlich haben wir dennoch einen Blick unter die Schutzhülle geworfen – man will ja schließlich wissen, wie es aussieht!

Ach wie schön!!!

Frisch lackiert, neue Fugen beim Übergang vom Aluminium auf das Teak.

Das Rumpf-Blau haben wir einen Tick dunkler als Ursprünglich gewählt, das Weiß genau so wie es war. Selbst jetzt in der Halle bei diffusem Licht wirkt das alles schon sehr gut! Die Abnahme der Lackierung steht zwar noch aus – dafür brauchen wir natürlich noch richtiges Licht und keine Verhüllung wie jetzt, aber soweit wir das nun  beurteilen können: Astreine Arbeit!

Der Bootsbauer, der nun die Holzarbeiten an Deck ausführen wird, meinte nur: „Klar, sieht noch etwas wüst aus, aber alle Holzteile sind schon vor-gefertigt und fertig zum Einbau. Das geht jetzt schnell!“

Das Teak im Cockpit kommt natürlich wieder – GARANTIERT!

Ich denke ja nur, das hoffentlich bald die Fenster wieder drin sind. Dann sieht das Boot doch gleich wieder sehr manierlich aus. Ich war auch kurz unter Deck und war sehr begeistert von dem Stand der Holzarbeiten dort. Man denkt, die Verkleidungen und Kanten seien alle neu – dabei sind sie „nur“ überholt. Auch hier: Echt gute Arbeit.

Decksluken-Einfassung – wie neu!

 

Kombüsen-Schubladen: Wie neu!

Die Sonne scheint ja nun schon wieder öfters, also machen wir Pläne!

Endlich: Lackierte Relingfüße!

 

Wir hoffen, ab Anfang April den STORMVOGEL wieder zurück zu bekommen und unsere Montage-Arbeiten (also alles das wieder anbauen, was wir im September 2016 selbst abgebaut haben) mit Ruhe und Bedacht in der Halle erledigen können. Dann Anfang Mai ins Wasser, auftakeln, Probefahrt, ausrüsten und einrichten.

Ja, und wenn das alles geklappt hat, dann freuen wir uns jetzt schon auf Mitte Mai: Zwei Wochen Dänische Südsee als ausgedehnten Vor-Saison Probeschlag.

Wird auch Zeit.

Runter vom Sofa, raus aufs Wasser!

Peter.

Beauty Farm, Nummer Fünf!

Manchmal kommt ja schon die Sonne in Elmshorn heraus (echt, kein Seemansgarn!) und es wird schon gegen 7 Uhr am Morgen hell.

Das sind die untrüglichen Zeichen einer beginnenden Segelsaison!

Ganz zweifellos.

Wie gut das unser umfangreiches Refit Projekt an unserem schönen STORMVOGEL vom Typ KOOPMANS 48 voll im Zeitplan ist! Natürlich sieht das Boot noch schwer nach Baustelle aus, aber das ist beim lackieren ja auch normal: Sämtliche Vorarbeiten dauern ewig und werden mit Auftrag der Lackschicht auf einmal unsichtbar. Mit einem Schlag sieht das Boot wie neu aus – jedenfalls vom Lack her.

Wie gut, das alle Arbeiten von Seiten der Werft permanent im Bild dokumentiert werden und ich meine eigenen Fotos mache, wenn ich das Boot mal wieder besuche.  Der STORMVOGEL ist immer noch in der Lackierhalle. Nach dem Vorschleifen wurden die Korrosionsflächen gestrahlt, grundiert und gespachtelt. Der Auftrag der Epoxyspachtelmasse ist wohl die wahre Kunst des Lackierers, denn die Flächen müssen vollkommen glatt werden und nahtlos an vorhandene Oberflächen anschließen. Immer wieder Zwischenschleifen und auf-spachteln. Das dauert seine Zeit, wenn es gut werden soll – und das soll es!

Bei meinem letzten Besuch war das Boot kurz vor „fertig zum lackieren“. Entsprechend bin ich gespannt, wann ich zum „gerade fertig lackiert“ kommen darf!  

Im folgenden ein paar Highlights:

a) Anker
Den Anker habe ich vom Feuerverzinker wieder bekommen. Sieht wie neu aus und hat gerade mal 60 € gekostet. Astrein!

b) Borddurchlass für Heizungs-Auspuff
Wie bereits beschrieben gab es hier eine unliebsame Überraschung – mittlerweile wurde das Loch ausgeschnitten und mit einem neuen Aluminium-Stück zu geschweißt und gespachtelt. Später dann wird wieder an gleicher Stelle ein Loch für den Auspuff der Heizung gebohrt und so das Problem fachmännisch gelöst.

c) Neue Decksluken
Unsere neuen Decksluken von GOIOT sind gekommen. Klar, „ganz neu“ sieht immer gut aus. Was ich aber wirklich gut finde ist, das die wirklich 1:1 genau so gebaut sind, wie die alten. Schön massiv und solide. Es gibt tatsächlich Produkte und Hersteller, die nicht dem Zeitgeist hinterher hecheln.

d) Kleinteile
Die Werft hat alle Kleinteile aus Alu extern zum Sandstrahlen gebracht und pulverbeschichten lassen. Somit sind die Teile optimal vorbereitet, um sie mit der richtigen Farbe lackieren zu können.

Soweit diese Akualisierung.

Peter.

Beauty Farm, schon die Vierte!

Erstmals in diesem Jahr waren wir wieder auf der Werft und haben unseren STORMVOGEL besucht.


Unsere Aluminium Yacht steht mittlerweile in der gut beheizten Lackierhalle und wird für die Lackierung vorbereitet. Alle von Korrosion betroffenen Oberflächen wurden mittels Sandstrahlen auf ihre ursprüngliche Beschaffenheit zurück geführt. Im Detail gab es hierbei noch kleine Überraschungen und wir müssen noch etwas mehr Teak weg nehmen, als wir ursprünglich gedacht haben.

Insbesondere das Aluminiumfundament der Doradenlüfter muss großflächiger behandelt werden, als zunächst gedacht.

Schön war diese Überraschung nicht, bedeutet dies doch erwähnenswerten Mehraufwand. Aber natürlich ist es besser, diese Stellen jetzt auch ordentlich mit zu machen als dort zu pfuschen.  


Nach dem Sandstrahlen wurden die Flächen fünf mal mit einer jeweils hauchdünnen Schicht Grundierung überzogen. Erst darauf wird dann gespachtelt und später dann lackiert.


Mit den auf den Bildern sichtbaren roten Klebestreifen haben wir das Boot in Abschnitte unterteilt um so zu dokumentieren, in welchen Bereichen gearbeitet wurde und wo nicht. Das ist für die spätere Garantiephase wichtig.


Ansonsten geht das Projekt seinen Gang. Sehr viel Hand- und Detailarbeit. Das dauert.

Peter.

Steve Rothery Band im Knust, Hamburg 4. Januar 2017

Unsere Konzertsaison 2017 haben wir  jetzt schon Anfang Januar eröffnet. Der Lifetime Gitarrist von MARILLION, Herr STEVE ROTHERY spielte im Rahmen einer kurzen Solo-Deutschlandtourne am Mittwoch, den 4. Januar 2017 im HAMBURGer KNUST.

Sehr trickreich hatte ich Heidi zwei Eintrittskarten zu Weihnachten geschenkt. Schlau, nicht wahr? Heidi war denn auch ganz froh´ ein paar vertraute Gesichter vom Fanclub THE WEB GERMANY wieder zu sehen und einen Platz mit guter Sicht zu bekommen.

Natürlich macht es wenig Sinn, wenn ein Gitarrist alleine auf der Bühne stehen würde. Also gibt es die Steve Rothery Band (STB) – wie sich heraus stellt, eine echt muntere Truppe! Die Begleitcombo besteht aus den Herren DAVE FOSTER (Gitarre), YATIM HAIMI (Bass), RICCARDO ROMANO (Keyboards) und LEON PARR  (Drums).

Eben jener Dave Foster macht auch eigene Musik und spielte zu Anfang des Konzerts ein paar Stücke seiner neuen Platte „DREAMLESS“. War OK, aber aus meiner Sicht eben auch nur Vorband. Danach betrat dann der Meister selbst die Bühne und in gleicher Formation ging es weiter. Erstaunlich, wie anders sich die Musik auf einmal anhört. Das aktuelle Solo-Album von STEVE ROTHERY heißt „THE GHOSTS OF PRIPYAT“ und kommt völlig ohne Gesang aus. Mit zwei Gitarren kommen solche Instrumental-Stücke live natürlich schon sehr kraftvoll rüber. Ich kannte die Platte vorher nicht und „muss“ mir die jetzt „leider“ kaufen…denn die paar Stücke haben mir spontan sehr gut gefallen!

Aber, und das ist leider wirklich wahr:
Erst im Dritten Teil des Konzerts ging es richtig, also ich meine so richtig, richtig ab: Der Sänger MARTIN JAKUBSKI betritt die Bühne und es werden die Uralt-Kamellen der ersten vier MARILLION Platten aus den 1980´igern zum Besten gegeben. Ich bin ja nicht so für das alte. Alles hat seine Zeit. Auch die Musik. Aber ich muss zugeben: Ich war sofort voll mit dabei! Mensch, hat das Spaß gemacht! Mein absolutes Highlight war WHTITE RUSSIAN von der 1987 erschienen LP CLUTCHING AT STRAWS.

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Da stehe ich also. Über fünfzig Jahre alt. Inmitten anderer reiferer Herren, die aber mit meist weniger Haaren auf dem Kopf. Dreißig Jahre später.

Und gröle voller Inbrunst den Refrain mit: „RACIN´ THE CLOUDS HOME“.

Aus dem Stehgreif. Ohne nachzudenken. Alles noch da.

Wie gesagt. Eigentlich stehe ich nicht auf die Darbietung Uralter Sachen. Als wir dann mit GARDEN PARTY und einem extrem kraftvollen MARKET SQUERE HERO verabschiedet werden, tobt das KNUST und nicht nur ich frage mich, was denn hier gerade abgegangen ist. Ein sichtlich erfreuter STEVE ROTHERY verabschiedet sich dankbar und taucht später auch noch für Autogramme am Merchendise Stand auf.

Wer also immer die Gelegenheit hat, STEVE ROTHERY auch mal solo live zu sehen, der sollte sich Karten besorgen. Es lohnt sich. Absolut!

Peter.

P.S.:
Die paar beschissenen Bilder in diesem Beitrag habe ich wieder mit der GOPRO gemacht. Das war das letzte Mal. Das Teil nehme ich nie wieder auf ein Konzert mit. So ein Schrott. Jetzt suche ich also nach einer kleinen handlichen Kamera, mit der man super Konzertbilder machen kann. Also muss sie extrem lichtstark sein. Und sehr einfach zu bedienen. Robust. Keine beweglichen Teile. Ich habe eine Mission…

…neues von Familie, Segeln und Fotos